Leistung von Photovoltaikanlagen

Die Leistung von Photovoltaikanlagen bzw. Solarzellen wird in wP bzw. KwP (wattPeak / KilowattPeak) angegeben. Diese Leistung entspricht dem Spitzenwert unter standardisierten Testbedingungen und ist damit ein Wert zum Vergleich der Modelle. Im praktischen Einsatz wird er insbesondere in Deutschland meist nicht erreicht, da die angenommene Sonneneinstrahlung eher südlichen Regionen entspricht. Die Leistung variiert zwischen den verschiedenen Bauweisen z.T. erheblich.

Leistungsverlust

Solarzellen verlieren mit zunehmender Nutzungsdauer an Leistung. D.h., bei identischer Lichteinstrahlung sinkt der Stromertrag - ein Faktor, der in unseriösen Renditeberechnungen vernachlässigt wird. Die Herstellergarantien für Photovoltaikanlagen geben einen Hinweis auf den zu erwartenden Leistungsverlust. Üblich ist eine zweifache Garantie mit 90% Leistung nach 10 Jahren und 80% nach 25 Jahren.

Nutzungsdauer & Lebenszeit

In steuerlicher Hinsicht liegt die Nutzungsdauer einer Photovoltaikanlage bei 20 Jahren, da dann die Möglichkeiten der Abschreibungen und Einspeisevergütungen erschöpft bzw. nicht mehr garantiert sind. Technisch liegt die Lebensdauer moderner Solarzellen bei geschätzten 35 Jahren. Da die Technik aber erst seit etwa Mitte der 1980er Jahre Verbreitung findet, gibt es noch keine praktischen Erfahrungen zu diesem Zeitraum.

Temperaturkoeffizient

Der Temperaturkoeffizient beschreibt den Leistungsverlust bzw. den geringeren Wirkungsgrad einer Solaranlage in Abhängigkeit von der Anlagentemperatur. Je nach Solarzellen- Typ können bei hohen (Aussen-)Temperaturen Leistungsverluste von 10-15% auftreten - dies ist auch der Grund, warum Photovoltaikanlagen immer "gestelzt" montiert werden (bessere Belüftung und Kühlung als bei einer eingelassenen Montage). Es gibt verschiedene Temperaturkoeffizienten, die auch verschiedene Bezugsgrössen (zB. Grad Celsius oder Grad Kelvin) oder Vorzeichen haben. Wirklich vergleichbar sind nur identische Koeffizienten bei typgleichen Solarzellen. Dabei gilt immer: Je näher der Koeffizient an Null, desto temperaturunabhängiger die Leistung der Solarzellen (Beispiel: -0,2 ist besser als -0,4, +0,4 ist schlechter als 0,3).

Der Temperaturkoeffizient beschreibt nur eine Veränderung. Wenn eine andere Solarzelle einen wesentlich höheren Gesamtertrag hat, macht ein etwas schlechterer Koeffizient weniger aus und die Zelle kann insgesamt dennoch vorteilhaft sein.
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