Dünnschicht Solarzellen

Die Bezeichnung "Dünnschicht Solarzelle" beschreibt tatsächlich nur den Grundaufbau der Solarzelle: Die stromerzeugende Schicht ist sehr dünn und das Trägermaterial kann weitgehend beliebig gewählt werden und sogar flexibel sein.

Die geringen Schichtstärken werden oft dadurch erreicht, dass das Halbleitermaterial auf das Trägermaterial aufgedampft wird. Dies ist im Verglich zur Herstellung von polykristallinen oder monokristallinen Siliziumblöcken nochmals erheblich einfacher und macht die Dünnschicht Solarzellen zur aktuell preiswertesten Alternative.

Nachteilig wirkt sich der geringe Wirkungsgrad aus. Dieser liegt bei dem meist verwendeten "amorphen Silizium" ca. zwischen 6% und 8%.

Gerade bei Dünnschichtsolarzellen schreitet die Entwicklung jedoch stark voran. Die Unabhängigkeit vom Trägermaterial, geringes Gewicht, geringer Platzbedarf und der geringe Materialeinsatz machen die Bauweise attraktiv. Dünnschichtzellen werden auch aus mikrokristallinem Silizium, Gallium-Arsenid, Cadmiumtellurid oder Kupfer-Indium-(Gallium)-Schwefel-Selen-Verbindungen hergestellt. Diese Methoden liefern im Labor bereits vielversprechende Ergebnisse, sind aber sonst bisher eher selten zu finden.

Dünnschichtsolarzellen aus amorphem Silizium findet man in einigen Photovoltaikanlagen. Dort erkennt man sie an der bräunlichen bis violett schimmernden Färbung. Ausserdem werden sie oft bei "Gadgets" verwendet, denn bspw. bei einem Solarladegerät kommt es sehr auf Gewicht und Flexibilität an.

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