Polykristalline Solarzellen

Für polykristalline Solarzellen wird das Silizium zu einem Block gegossen, aus dem später die eigentlichen Scheiben geschnitten werden. Durch das Giessen entsteht ein - im Vergleich mit monokristallinen Solarzellen - ungleichmässiges Kristallgitter mit vielen "Korngrenzen". Diese verringern die Leitfähigkeit der Zelle und reduzieren den Wirkungsgrad.

Das Herstellungsverfahren für polykristalline Solarzellen ist einfacher, als das für die monokristalline Konkurrenz. Dies senkt den Preis und macht sie zur bevorzugten Wahl im Bereich von Photovoltaikanlagen im Privatbereich.

Man erkennt polykristalline Zellen an der stark strukturierten Oberfläche. Die Kristalle grenzen sich deutlich sichtbar voneinander ab. Die Farbe ist ein dunkles, schimmerndes blau.

Der Wirkungsgrad in der Praxis liegt je nach Hersteller und Modell zwischen ca. 12% und 14% (im Labor bis etwa 18%). Damit liefern sie bis ca. 30% weniger Ertrag als monokristalline Zellen - allerdings auch zu einem erheblich günstigeren Preis.

Für eine Wirtschaftlichkeitsrechnung bei der Anschaffung einer Photovoltaikanlage muss man den höheren Preis der monokristallinen Zellen mit dem geringeren Ertrag der polykristallinen Solarzellen vergleichen.

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